Geschichte der Glückwunschkarte

Geschichte der Glückwunschkarte

Der Brauch, Glückwunschkarten zu versenden, kann sowohl bis zu den alten Chinesen zurückverfolgt werden, welche sich Neujahrsbotschaften zukommen ließen, als auch bis zu den Ägyptern, die sie auf Papyrusrollen Grußbotschaften zukommen lassen haben.
Der europäische Ursprung der Übersendung von Glückwunschkarten liegt darin, das persönliche Erscheinen zu einem feierlichen Anlass zu ersetzen und geht weit über das Versenden von Postkarten zurück. Die Versendung der ersten Glückwunschkarte Europas wird auf das Jahr 1415 datiert. Hierbei handelte es sich um eine Valentinskarte, die vom Graf von Orleans an seine Frau adressiert war und wurde aus dem Tower of London geschmuggelt, in dem der Graf gefangen gehalten wurde. Diese Karte wird heute im British Museum ausgestellt. Die erste Glückwunschkarte Deutschlands wurde 1493 versandt, zu dieser Zeit noch mit rein schriftlichen Botschaften. Grafische Glückwunschkarten kleinen Formats mit Bildern, Versen und kleinen Texten wurden in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts modern, zunächst nur in der gehobenen Gesellschaft. Die Vervielfältigung dieser fand, vor Auftreten der Fotografie, durch klassische Drucktechniken wie den Kupferstich, der (Chromo-)Lithografie sowie den Holzschnitt statt. Dafür fanden sowohl einfache Papiere als auch luxuriöse, teils geprägte Papiere Anwendung. Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene Kartentypen von der einfachen Klappkarte bis hin zur Pop-up-Karte mit komplexen Motiven, die mittels moderner Druckmaschinen und Plotter gefertigt werden.